Neuigkeiten
JENSEITS DES SEHENS – Kunst verbindet Blinde und Sehende
Eintrag vom 16.05.2012
„JENSEITS DES SEHENS – Kunst verbindet Blinde und Sehende“ ist eine einzigartige Ausstellung die für blinde und sehende Menschen konzipiert worden. Noch bis zum 8. Juli 2012 läuft die Ausstellung im Museum des Benediktinerstift Admont, Steiermark (Österreich).
Für gewöhnlich heißt es in Galerien und Museen strikt: Nicht berühren! Bei diesen Kunstwerken ist das nicht so. In dieser Ausstellung kann Kunst - meist interaktiv - andersARTig erlebt werden. Die Wahrnehmung dieser sogenannten Beyond-Seeing-Kunstwerken erfolgt nicht vordergründlich über die Augen, sondern durch Wahrnehmung über ertasten, hören und riechen. Alle „Beyond-Seeing-Kunstwerke“ sind in Brailleschrift ausgeschildert.
Fernsehtipps
Eintrag vom 16.05.2012
Am Donnerstag, 17.05.2012, 20:15 Uhr tritt der blinde Schüler Dave Janischak (16) in der Sendung "Deutschlands Superhirn" auf. Dave will in der Show mit Hilfe der Klick-Sonar-Technik, die er seit früher Kindheit zur Orientierung einsetzt, aus einer großen Auswahl von Gegenständen live im Studio fünf von Moderator Jörg Pilawa ausgewählte Gegenstände aufgrund ihres Echobildes erkennen. Die erweiterte aktive Echoortung bzw. "Klick-Sonar" ist eine Methode für blinde Menschen, mittels selbst erzeugter Klicklaute und deren Echo - vergleichbar einer Fledermaus - akustische Eindrücke von Gegenständen in der Umgebung zu bekommen und sich so sicherer zu orientieren und mehr über seine Umgebung zu erfahren.
Das Thema Inklusion ist jetzt auch bei den Film- und Fernsehschaffenden angekommen. Am Mittwoch, 23.05.2012, 20.15 - 21.45 Uhr wird in der ARD "Das Erste" das TV-Gesellschaftsdrama "Inklusion - gemeinsam anders" ausgestrahlt.
Teamarbeit in der inklusiv-individuellen Förderung - Studie zur interdisziplinären Kooperation an nordrhein-westfälischen Grundschulen
Eintrag vom 15.05.2012
Frau Katharina Schönhofen (Institut für Erziehungswissenschaft, Westfälische Wilhelms-Universität Münster) führt im Rahmen ihrer Masterarbeit eine Online-Umfrage zum Thema „Multiprofessionelle Teamarbeit in der inklusiv-individuellen Förderung“ durch. Unabhängig davon, wie umfangreich Ihre Erfahrungen in diesem Bereich sind, sind Sie herzlich eingeladen, an der Befragung teilzunehmen. Durch Ihre Mitarbeit können Erkenntnisse zur interdisziplinären Kooperation in inklusiven Settings – am Beispiel nordrhein-westfälischer Grundschulen – gewonnen werden.
Unter nachstehendem Link gelangen Sie direkt zur Online-Umfrage, die maximal 20 Minuten in Anspruch nehmen wird. Die Befragung wird laur Angaben der Autorin selbstverständlich anonym durchgeführt. Ihre Daten werden allein für wissenschaftliche Zwecke verwendet.
Jakob Muth-Preis sucht gute Beispiele inklusiver Schulen
Eintrag vom 07.05.2012
Immer mehr Schüler in Deutschland haben Förderbedarf, und immer mehr von ihnen gehen auf reguläre Schulen. Eigentlich ist der gemeinsame Unterricht behinderter und nicht-behinderter Kinder durch eine UN-Konvention aus dem Jahr 2009 sogar vorgeschrieben, in der Praxis allerdings noch die Ausnahme. Wie ein gemeinsamer Unterricht einen Gewinn für alle Kinder darstellen kann, zeigen jährlich die Gewinner-Schulen des Jakob Muth-Preises. Jetzt startet die Bewerbungsphase für die vierte Auflage des Schulpreises, mit dem der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, die Deutsche UNESCO-Kommission, die Bertelsmann Stiftung und die Sinn-Stiftung vorbildliche inklusive Schulen auszeichnen. Die Bewerbungsfrist endet am 30. Juni.
Noch freie Plätze in den Familienkursen des Bewegung im Dialog e.V.
Eintrag vom 18.04.2012
Der Bewegung im Dialog e.V. veranstaltet jährlich im Sommer und Herbst Familienkurse für Familien mit einem Kind mit Sehschädigung, Behinderung, Mehrfachbehinderung oder Verhaltensauffälligkeit.
Im Familienkurs begeben sich Eltern und Kinder, geleitet von einem interdisziplinären Team, im wahrsten Sinne des Wortes in Bewegung. Es geht darum, individuell passende Schritte sowohl für die Entwicklung jedes Einzelnen als auch für die Familie als Ganzes zu entwickeln.
Das Besondere der Familienkurse besteht daher in einer familienspezifischen, alltagsbezogenen Unterstützung, die aber zugleich in entspannter Atmosphäre außerhalb des Alltags stattfindet - und das zudem in der anregenden Umgebung anderer Familien.
In beiden Kursen sind noch Plätze frei. Nähere Informationen finden Sie in unserer Termindatenbank oder auf der Seite des Bewegung im Dialog e.V. unter Kursangebote.
Inklusion: Mit- und voneinander lernen
Eintrag vom 02.04.2012
Alle Menschen sind verschieden. Doch im deutschen Bildungssystem gilt es noch immer als normal, dass alle Kinder in der gleichen Zeit mit denselben Methoden zu denselben Zielen gelangen sollen. Die große Mehrheit der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf passt nicht in dieses Bild der Gleichförmigkeit und wird demzufolge hierzulande in getrennten Förderschulen unterrichtet – mit viel Aufwand, aber geringen Erfolgen. Die flächendeckende Umsetzung des Ansatzes der Inklusion könnte eine Trendwende einleiten.
Wie Inklusion gelingen kann und wo die Herausforderungen liegen, zeigt dieser Blickpunkt. Vor allem aber zeigt er, dass die Urangst des Bildungsbürgertums, dass Lernstarke in gemischten Gruppen zu kurz kommen, unbegründet ist: Nicht nur die kognitiven Leistungen, auch die sozialen Kompetenzen aller Kinder sind deutlich besser.
Mutmacher für die inklusive Schule
Eintrag vom 27.03.2012
Seit 1990 vergibt die Europaschule, selbst auf dem Weg zu einer inklusiven Schule, alle zwei Jahre den sogenannten "Bornheimer".
Ausgezeichnet wurden bisher elf Preiträger, die mit ihrer Persönlichkeit, ihrem Einsatz und ihrer Arbeit für bestimmte Ideen, Ideale und Überzeugungen stehen.
Mit der Inklusion als Leitthema der Schulentwicklung, überrascht die diesjährige Wahl nicht. Der pädagogische Ehrenpreis ging in diesem Jahr an Sabriye Tenberken und Paul Kronenberg, die sich für blinde Menschen in Tibet einsetzen und ihre schulische Integration begleiten.
Chancengerechtigkeit: Nachholbedarf in allen Bundesländern
Eintrag vom 12.03.2012
Die Chancen von Schülern, soziale Nachteile zu überwinden und ihr Leistungspotenzial auszuschöpfen, unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland deutlich. Das zeigt der Chancenspiegel, mit dem die Bertelsmann Stiftung und das Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der Technischen Universität Dortmund die Schulsysteme aller Bundesländer auf Chancengerechtigkeit untersucht haben. Ergebnis: Kein Land ist überall spitze, kein Land überall Schlusslicht – aber die Unterschiede zwischen den Ländern sind erheblich.
Neben der Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung finden sich die Auflistungen der Chancenprofile aller 16 Bundesländer sowie eine Zusammenfassung der zentralen Befunde unter folgendem Link:
Inklusion: Mehr als Regelschule plus Behindertenpädagogik
Eintrag vom 21.02.2012
Die NRW-Regierungsfraktionen der SPD und der Grünen haben einen Antragsentwurf vorgelegt, der "Eckpunkte für den Weg zur inklusiven Schule in NRW" benennt. Wird damit die Inklusion gemäß der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung realisiert? Das wollte Brigitte Schumann von dem Juristen, ehemaligen Kinderbeauftragten der Landesregierung NRW und Mitglied in der National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland, Dr. Reinald Eichholz wissen.
Den benannten Antrag, der im März im Landtag beraten wird, finden sie unter:
http://www.gruene.landtag.nrw.de/sites/www.gruene.landtag.nrw.de/files/a_inklusion_spd_gruene_08feb12.pdf
Auf dieser Grundlage wird das Schulministerium einen entsprechenden Referentenentwurf für eine notwendige Schulrechtsänderung erarbeiten.
